Frequenzfehler und SDR-Kalibrierung
ppm in Hertz übersetzen, eine Referenz beurteilen und Frequenzfehler von anderer Drift unterscheiden.
- Relative und absolute Abweichung berechnen.
- Einen nachvollziehbaren Vergleich durchführen.
Ein kleiner Faktor, ein hörbarer Fehler
Ein ppm ist ein Millionstel des Bezugswerts. Ein Oszillatorfehler von 1 ppm entspricht bei 145 MHz einem Versatz von 145 Hz, bei 435 MHz bereits 435 Hz. Die relative Abweichung bleibt gleich, während der absolute Fehler mit der Frequenz zunimmt. Bei schmalen Signalen kann das deutlich auffallen.
Ein konstanter Versatz in Hertz ist nicht automatisch ein ppm-Fehler. Mischstufen, eine falsch eingestellte Anzeige oder die Sendefrequenz selbst können ebenfalls eine Rolle spielen. Vergleiche deshalb nach Möglichkeit mehrere bekannte Referenzen und dokumentiere sowohl den Sollwert als auch den beobachteten Wert.
↑ Zum InhaltsverzeichnisReferenz und Aufwärmzeit
Lass den Empfänger zunächst thermisch stabil werden. Verwende ein Signal, dessen Frequenz und Stabilität du verlässlich kennst. Eine beliebige Sprachstation ist keine genaue Referenz. Lies den Träger mit ausreichender Spektralauflösung ab und wiederhole die Beobachtung, bevor du eine dauerhafte Korrektur speicherst.
Berechne den relativen Fehler aus (beobachtet − Referenz) / Referenz × 10⁶. Prüfe anschliessend die Vorzeichenkonvention deiner Software: Ein Feld kann den gemessenen Fehler oder die entgegengesetzte Korrektur erwarten. Eine kontrollierte kleine Änderung mit anschliessender erneuter Messung klärt diese Richtung.
↑ Zum InhaltsverzeichnisWas die Korrektur nicht löst
Eine einzelne Korrektur beseitigt keine temperaturabhängige Drift über alle Betriebsbedingungen. Sie kalibriert auch nicht automatisch die Pegelanzeige. Dopplerverschiebung eines bewegten Senders und veränderliche Ausbreitung dürfen nicht als stationärer Empfängerfehler gespeichert werden. Halte Referenz, Temperaturbedingungen und Datum zusammen mit dem Korrekturwert fest.
↑ Zum InhaltsverzeichnisVom Lesen zum Ausprobieren
Frequenzabweichung in ppm
1 ppm entspricht bei 145 MHz einem Fehler von 145 Hz, bei 435 MHz bereits 435 Hz.
Beispiel mit Startwerten öffnen →Frequenz: 145 MHz · Relative Abweichung: 1 ppmVerändere anschliessend genau einen Wert. Vergleiche das Ergebnis und erkläre mit der Formel, weshalb es sich verändert. Die Modellgrenzen unter dem Rechner gelten auch hier.
Hast du den Zusammenhang?
Eine bekannte Referenz bei 100 MHz erscheint 200 Hz zu hoch. Wie gross ist der beobachtete Fehler?
Lösung & Erklärung anzeigen
+2 ppm. Ob du +2 oder −2 in ein Korrekturfeld einträgst, hängt von dessen dokumentierter Vorzeichenkonvention ab.